Wald bewegt

Samstag, 13.Oktober 2018

. . . unter diesem Motto führten die Bayerische Forstverwaltung und die Bayerischen Staatsforsten zusammen mit dem Fränkischen Albverein eine Sternwanderung im Nürnberger Reichswald durch. Mit der Sternwanderung sollte der Lebensraum Wald den Menschen wieder näher gebracht werden, um ihn intensiver wahrzunehmen  und zu erleben.



Für die Wanderer des Fränkischen Albvereins Schwabach war eine Teilnahme an der Sternwanderung deshalb Ehrensache. Im Nürnberger Norden ging es zur Wolfsfelderwiese, wo uns die Repräsentanten der drei Organisatoren begrüßten. Hier trafen wir uns auch mit den anderen Wandergruppen des Vereins, „kehrten“ unter freiem Himmel ein und plauderten, um dann abschließend die jeweiligen Zielorte anzusteuern.

Die Schwabacher Wanderer  wurden sachkündig durch Roland Blank  - Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten und seinem Stellvertreter Heiko Stölzner durch den Reichswald geführt. Seine Hündin Paula komplettierte unsere Wandertruppe. Gestartet in Heroldsberg ging es schnurstracks in den Nürnberger Reichswald. Er ist hervorgegangen aus dem ehemaligen Königlichen Wald, Grenzsteine mit „K W“ zeugen noch heute davon. Mit einer  Fläche von ca. 25.000 Hektar umschließt er Nürnberg von Norden nach Osten über das Altdorfer Gebiert in den Süden bis kurz vor dem Rothsee und die Grenzen Schwabachs.
Auf dem Weg zur Wolfsfelderwiese lehrten uns die Forstfachleute, nach rechts und links der Wanderwege zu schauen und das vielfältige Leben im Wald bewusst wahrzunehmen. Überhaupt hat sich wieder eine naturnahe Bewirtschaftung des Waldes durchgesetzt. Alte Bäume und herabgefallenes Geäst bleiben bewußt liegen, um auch seltenen Vogeln, Insekten, Kriechtieren  einen Lebensraum zu bieten. Nicht wenige unserer Wanderer erinnerten sich noch – vielleicht ein wenig mit Wehmut – an die „aufgeräumten“ Wälder aus nicht allzu ferner Vergangenheit.

Für uns Schwabacher fand die ca. 8 km lange Wanderung dann in Kalchreuth ihren Abschluß. Alle hatten riesigen Spaß. Aus dieser Sternwanderung eine Tradition heranwachsen zu lassen – diese Hoffnung ließ sich vielfach vernehmen.