Auf dem Astronomie Weg zur Regiomontaus Sternwarte

Samstag 24.02.2018

Wir trafen uns am Nürnberger Hauptbahnhof und liefen von da aus zur Lorenzkirche. „Hier ist eine Sonnenuhr versteckt, dann sucht mal schön“. Am Ost Chor der Lorenzkirche wurden die Kinder fündig. Das Gemälde mit dem eisernen Zeiger ist die bekannteste Nürnberger Sonnenuhr. 1502 von Sebastian Sperantius († 1525) nach einem Entwurf von Johannes Stabius († 1522) angebracht, können nicht nur die Tageszeit und das Datum abgelesen werden, sondern auch die „Nürnberger Stunden“. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass diese Uhr auch anzeigt, wie viele Stunden seit Sonnenaufgang vergangen sind. Von da aus geht es zum Hauptmarkt zur Frauenkirche. Die Kugel über dem „Männlein laufen“ zeigt die jeweiligen Mondfasen an. Eine der Figuren des „Männlein Laufens“ hält eine Sonnenuhr in der Hand, früher hielt eine zweite Figur eine Sanduhr – Exportschlager Nürnbergs zur Zeit der Entstehung des Männlein Laufens. Beim „Schönen Brunnen“ am Beckenrand befinden sich 16 Figuren. Die acht außen sitzenden kleineren Gestalten stellen die Philosophie und die sieben Unterrichtsfächer der mittelalterlichen Schule dar. Dabei vertritt Ptolemäus die Astronomie, der mit einem Quadranten Himmelsbeobachtungen durchführt.





Auf einem der Türme der Sebalduskirche befand sich früher eine Schlaguhr, deren Ziffernblatt bis zu 16 Stunden zeigte. Damit wurde nach der sogenannten „Großen Nürnbergischen Uhr“ geschlagen. Diese Uhr befindet sich heute im Germanischen Nationalmuseum. Wir machten uns auf zum Lauferschlagturm. Wie auf dem Weißenturm wohnte auch hier einer der „Türmer“ Nürnbergs, der die Uhr nach der „Großen Nürnbergischen Uhr“ anzuschlagen hatte. Wir verweilten am Denkmal vom Martin Behaim (1459-1507). Er gab den Auftrag zum Bau des ersten Globusses, der noch heute im Germanischen Nationalmuseum zu bestaunen ist. 1890 wurde am Theresienplatz Behaims Denkmal enthüllt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite entdeckten wir noch eine Sonnenuhr. Auf dem Rückweg passierten wir das Tiergärtner Tor, um beim Kunstbunker in der Oberen Schmiedgasse 52 halt zu machen. Unterhalb des Burgbergs wurden im Zweiten Weltkrieg wertvolle Kunstschätze aufbewahrt. Hier überlebten sowohl der Behaim-Globus als auch der Hauptprojektor des Nürnberger Planetariums unbeschadet den Zweiten Weltkrieg. Die Kinder kletterten noch auf dem Albrecht Dürerhase herum. Wir erklärten, dass am Albrecht Dürerhaus ein Giebel zum Sternekucken genutzt wurde. Zurück zum Bahnhof kehrten wir zum Hamburgeressen ein. Waltraud verteilte an alle Gutscheine, so dass die Burger nicht so teuer war. Nach den Abendessen war es Zeit zur Tram zu gehen die uns zur Sternwarte brachte. Nach einen kurzen Stück Weg und mit herrlicher Aussicht und Abendrot kamen wir an der Sternwarte an. Wir bewunderten im Vortagsraum an der Decke das Sonnensystem und anschließend auf der Terrasse der Sternwarte die Sterne durch ein großes Fernrohr.