Zur Totengedenkfeier am Prellstein

Sonntag 10.11.2019, Wanderführer Siggi Bauer und Lisa Rikirsch


Ehrlich gesagt, um 06:50 Uhr am Bahnhof in Schwabach antreten, das war nicht das Mittel, um uns aus den Federn zu locken. Um rechtzeitig um 11:30 Uhr mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Wanderung am Prellstein anwesend zu sein blieb dem Siggi allerdings keine andere Wahl.
Wir, meine Wanderführerin Lisa und ich haben uns das anders eingeteilt. Mit dem Auto sind wir bis Hirschbach gefahren und gemütlich auf dem 3er Weg über die Schmiedberghöhle und Cäciliengrotte zum Prellstein aufgestiegen. Eine minimale Kletterei hat uns das schon abverlangt, zumal das Laub glitschig und feucht war und somit äußerste Aufmerksamkeit beim Aufsteigen erforderte.
Siggi war mit seinen vier Mitwanderern bei unserer Ankunft an der Bergwachthütte bereits präsent. Waltraud ebenfalls, musste sie doch, mangels Personal bei der Bergwacht, Glühwein in Thermoskannen und Lebkuchen eigenhändig zur Hütte hinaufschleppen. Für diese uneigennützige Plackerei sei ihr ein ganz großes Lob von unserer Seite gespendet. Klar, dass wir unseren Glühwein mittels einer Spende für den Verein erworben haben. Der Siggi spendiert traditionsgemäß nämlich allen Mitwanderern an diesem Tag den Glühwein und Lebkuchen. Man kann nicht alles haben. Aber für diese gütige Eigenschaft muss man dem Siggi auch mal ein ganz dickes Lob verpassen.



Der offizielle Teil der Gedenkfeier wurde in Ermangelung weiterer präsidialer Vertreter wiederum von Waltraud übernommen. Schade, dass sich die Anzahl der Teilnehmer insgesamt, speziell aber aus unserer Schwabacher Ortsgruppe sehr überschaubar darstellte. Dem Gedenken an unsere allseits beliebte und geschätzte Wanderführerin Christa Reichel wäre eine stärkere Präsenz ihrer Vereinskameraden sicherlich würdig gewesen.
Waltraud und Siggi mit seiner Truppe sind nach dem offiziellen Teil nach Hirschbach zum Mittagessen abgestiegen.



Wir beide haben eine kleine Rundwanderung über Hauseck und die Schloßberghöhle angehängt. Wie gefährlich an diesem Tag, übrigens mittlerweile bei schönstem Sonnenschein, das Wandern war, zeigt die Tatsache, dass meine Wanderführerin dreimal ungewollt intensiven Bodenkontakt aufnehmen musste. Sie hat es dank meiner fürsorglichen Distanz allerdings gut überstanden.
In Hirschbach zurück sehen wir gerade noch, wie Waltraud mit dem Auto und Siggi und seine Mitwanderer per Pedes den Ort verlassen. Sie bemerken uns trotz Rufen und Pfeifen nicht. Einige gemeinsame Schritte hätten die Wanderung noch richtig „rund“ gemacht. Schade, zu spät.



Text: Roland Rikirsch,    Bilder: Waltraud Bauer u. Roland Rikirsch  


. . .  was noch zu sagen wär:  zur diesjährigen Gedenkfeier für die verstorbenen Wanderer des FAV wurde eine Tafel am Prellstein angebracht, auf der sich der FAV vom Inhalt der 1938 anlässlich des ersten „Heldengedenksonntages“ eingeweihten Tafel zum Gedenken an Kriegsgefallene distanziert.  Ein guter Tag für den FAV.  (H.Siggelkow)