Nach Kühedorf

Donnerstag 23.01.2020, Wanderführerin: Krimhilde Kuhse



18 Teilnehmer trafen sich bei Temperaturen um 0°C, aber schönem Wanderwetter zur Wanderung von Schwabach nach Kühedorf. Der Rundwanderweg kreuzte den Sagenwanderweg am Heidenberg zwischen den Gemeinden Büchenbach und Kammerstein an etlichen Stationen.
Gestartet in südliche Richtung, ging es nach Überquerung der neuen Autobahnbrücke am Vogelherd in den Maisenlach. Viele andere Wanderer, Jogger und Hundebesitzer mit ihren Schützlingen waren auf dem hochfrequentierten Waldweg unterwegs. Nachdem wir dann nach Obermainbach abbogen, wurde es ruhiger auf den Wanderwegen. Am Ortausgang von Obermainbach standen wir an einer Weggabelung vor Schwieriger Entscheidung: nach rechts oder links. Krimhild entschied sich für den längeren Weg nach rechts. Schließlich muß man sich das Mittagessen erst noch erwandern. Vorbei am Wanderparkplatz steuerten wir Ungerthal an. Nach Kühedorf war es dann nicht mehr weit, um hier im Landgasthof Kraft einzukehren. "Hier ist der Wanderer willkommen" , wodurch wir uns besonders eingeladen fühlten. Aber vor allem gemütliches Ambiente und schmackhafte Speisen aus Zutaten von Bauern der Umgebung heben diesen Mitgliedsgasthof im FAV hervor. Kühedorf ist überhaupt ein gastronomischer Geheimtipp für Wanderer und Genießer im Nürnberger Süden.



Für den Rückweg nahmen wir, wen wundert's, die kürzere Strecke nach Obermainbach. Ein Abschnitt ist gleichzeitig Teil des Sagenwanderweges. An einem spätmittelalterlichen Sühnekreuz tauchten wir in die Geschichte ein. Der Sage nach soll ein Fuhrmann hier trotz Warnung auf Lehmboden ohne Bremsschuh unterm Rad bergab gefahren und gestürzt sein. Er kam unter die Räder und wurde zerquetscht. Das Steinkreuz soll seiner gedenken. Ein eingeritzter Bremsschuh mahnt den vorbeikommenden Fuhrmann. Auf der Rückseite zeigt ein eingeritztes "SP" die Grenze des Schwabacher SPitalwaldes.



Später beim Kupferweiher bewunderten wir einen Marterstein oder auch Materl bzw. „Fraisch“-Säule. Ein Mörder sollte sich mittels seiner Berührung vor dem Henker retten können und dann ein Jahr außer Landes geht. Mit einem Schluck von Erna's Selbstgebrannten dachten wir über diese Sitte nach.


Eine letzte Überraschung war das Auffinden eines Geocache, d.h. eines Schatzes, welcher mit GPS-Koordinaten aufgespürt wird. Es war eine geschmückte Tanne mitten im Wald, aufgespürt von Marika.

von H.Siggelkow




 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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