Zu fränkischen Hutangern

Donnerstag 06.08.2020
Wanderführerin: Lisa Rikirsch, 15 km

Vom Bahnhof in Henfenfeld schlagen wir zunächst den Weg zur Nikolaikirche ein. Unsere Kulturführerin weiß hier einiges zu berichten. Unser Weiterweg führt unterhalb des Schlosses vorbei. Einige Mitwanderer können hier noch persönliche Erfahrungen aus der Zeit, als hier noch die Bundesbahnschule untergebracht war, zum Besten geben.
Kurz vor Krönhof treten wir, bei knapp dreißig Grad Hitze, erleichtert in den wohlig kühlen Schatten eines der schönsten Hutangers im Engelthaler Raum ein. Eine prima Gelegenheit, unseren Flüssigkeitshaushalt zu regulieren um bis nach Engelthal wieder durchzuhalten.
Pünktlich um zwölf sitzen wir im schattigen Biergarten vom Gasthaus „Grüner Baum“. Essen und Trinken sind vom Feinsten, und manch einer gönnt sich noch ein luxuriöses Lavendeleis mit Früchten oder ein Früchtesorbet als Abrundung.







Es hilft nichts, wir müssen trotzdem weiter. Der überwiegende Teil unserer Strecke liegt noch vor uns. Ganz schön in die Beine geht der Aufstieg zur leider zerstörten Steinernen Rinne auf halber Höhe des Buchenberges. Zum Glück durchwegs im angenehm kühlen Schatten eines weiteren Hutangers. Beim Abstieg auf der anderen Seite wird auch dem Letzten klar, warum die Wanderführerin unbedingt Stöcke in der persönlichen Ausrüstung gefordert hatte. Der steile Abstieg lässt die Knie mehr zittern als die Anstrengung beim Aufstieg. Unten angekommen erreichen wir im Tal des Hammersbaches wieder Engelthal. Entlang der alten Klostermauer berichtet nun wieder die Kulturwartin von den frivolen Zuständen im ehemaligen Nonnenkloster, welche schließlich im 16. Jahrhundert zur Schließung der Einrichtung führten.
Der Mühlenweg führt uns überwiegend im kühlen Schatten nach Henfenfeld zurück.
Als Krönung gibt es schließlich nochmals ein kühles Bier im Biergarten des Gasthauses „Zum Wirtshaus“.







Text: Roland Rikirsch,

Bilder: Roland Rikirsch und Henry   Siggelkow


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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