Von Wendelstein über Fischleins- und Glasersberg nach Reichelsdorf

Donnerstag, 25.04.2019; Wanderführerin: Lisa Rikirsch;    14,5 km





Bei strahlendem Sonnenschein fordert unsere Wanderung die erste Anstrengung beim Aufstieg hinauf in die alten Steinbrüche auf den Fischleinsberg. Gleich nach dem Sendemast am Wanderparkplatz folgt der abenteuerliche Abstieg über die Reste der alten Stufen der ehemaligen Steinbruchhäuser. Es geht hinunter zu den Himmelsweihern am Grund der aufgelassenen Gruben. Manch einer muss neben Händen und Füßen gar auch noch den Hosenboden zu Hilfe nehmen. Wildromantisch, über Stock und Stein, der Weiterweg bis hin zum Wernloch. Die eindrucksvoll vor uns stehende Felswand werden wir nun in einem Linksbogen erklimmen und von oben auf die vom Quaken der Frösche erfüllte Wasserfläche blicken. An der hier oben stehenden Brotzeitbank spendiert der Fritz eine aufbauende „Medizin“ noch vor dem Mittagessen. Der Weg bis hierher war anstrengend und forderte unsere volle Konzentration.
Etwas lockerer geht es nun hinüber zum Glasersberg, mit 390 m höchste Erhebung auf dieser Wanderung. Ein letzter Anstieg noch hinauf zur ehemaligen „Schuckertalm“, dem früheren Gaststättenbetrieb oberhalb des noch heute aktiv betriebenen „Holsteinbruch“ bei Worzeldorf. Nachdem der Alte Kanal überquert ist sind es nur noch wenige Schritte zum Sportheim des hiesigen SV. Die Wirtin erwartet uns bereits und wir werden mit vorzüglichem Mittagessen verwöhnt.



Die Kunde, dass uns weitere sieben Kilometer Wanderung bevorstehen, findet nicht bei allen Wanderern uneingeschränkte Begeisterung, war der bisherige Weg doch ganz schön anstrengend, wegen der ständig wechselnden An- und Abstiege und des sehr anspruchsvollen Geländes.
Das sollte nun jedoch besser werden. Eine kleine Schleife, gespickt mit unzähligen umgestürzten Bäumen, welche teils auf Knien unterquert, teils auf dem Hosenboden überquert werden müssen, macht den Weg nicht einfacher. Dann aber geht es flott zur Kleingartenanlage am Königshof.
Ein herrlicher Waldsteig führt uns am Eichgraben entlang bis zum geschichts-trächtigen Königshof. Letztmals ein Grund für eine weitere kulturelle Einlassung der Wanderführerin. Von Weiherhaus zur S-Bahnstation in Reicheldorf, dem Ziel der Wanderung, ist es nicht mehr weit. Wegen der mittlerweile erreichten 27 Grad im Schatten, für die meisten der 23 Mitwanderer die ersehnte Erlösung.




Text: Roland Rikirsch,  Bilder: Roland Rikirsch (9), Irina Siggelkow (2)