Durch den Rednitzgrund

Donnerstag, 10.10.2019,

Wanderführerin: Krimhild Kuhse, 15 km

Eine Gewalttour wäre es geworden, hätte man den Ankündigungen für die Wanderung Glauben geschenkt. Von Schwabach nach Röthenbach (Stein) und zurück durch den Rednitzgrund, das wären lockere 30 km geworden. Keiner der Donnerstagscombo wäre zu dieser Wanderung bereit gewesen. Das halten die strapazierten Gelenke und Glieder dieser Spezies nicht mehr aus.
Zum Glück wurde rechtzeitig bemerkt, dass sich hier der Fehlerteufel eingemischt hat und die Wanderung nur in einfacher Richtung geplant ist. Die Anfahrt ist mit dem 61er Bus bis nach Eibach vorgesehen.
Am Bahnhof trifft sich trotzdem nur eine überschaubare Gruppe, die sich auf den Weg machen möchte. Die Wetterprognose ist nicht gerade einladend zum Wandern.
Als wir aus dem Bus aussteigen ist Regenschutz angesagt. Wir sind die einzigen, welche heute am Rolandsbogen im Faberpark die Kamera zücken und den alten Baumbestand im Park bewundern. Im Wiesengrund der Rednitz angelangt versiegen die Regentropfen und wir können ab dem Neuwerksteg wie in einem grünen Tunnel unter dem Laubdach der alten Bäume den Pfad entlang der Rednitz geniessen. Eine wahre Augenweide offenbart sich uns entlang des Flusses bis zur Gerasmühle durch die beginnende Herbstfärbung der Bäume.





Im Wiesengrund unterhalb des Einsteinring die ersten blauen Flecken am Himmel und die Sonne begrüßt uns. Spätestens bei der Einkehr in Wolkersdorf ist uns bewusst, was die „Wasserscheuen“ mit dieser Wanderung verpasst haben. Nicht zu vergessen, dass die Fahrtkosten dank Gruppenfahrschein mit unter zwei Euro unerreicht günstig ausgefallen sind.
Der kleine Wermutstropfen an der Wanderung ist die Tatsache, dass wir ab Limbach noch einmal den Regenschirm bis zum Schwabacher Bahnhof aufspannen müssen.
Fazit ist, dass ich als einziger Vertreter der männlichen Spezies die Grenzen meiner momentanen Leistungsfähigkeit ausgereizt habe. Klar, dass ich daran arbeite.



Text und Bilder: Roland Rikirsch