Fränkischer Königshof oder ehemalige Burg der Herrn von Bürglein

Donnerstag 14.März 2019

Die Wanderer aus Schwabacher fanden sich am Bahnhof ein und fuhren zusammen nach Raitersaich, dort kamen noch die Autofahrer dazu. Nach der Begrüßung am Raitersaicher  Bahnhof ging die Wanderung los. Auf einem schmalen Pfad durch den Wald, am kleinen Weihersmühlbach entlang, nach Gottmannsdorf. Ich hatte, beim Vorwandern, gesehen, dass ich den Weg nach Wendsdorf abkürzen kann und das machten wir auch. Ein Stück die Straße entlang, dann tauchten wir erneut in den Wald hinein. An der Abzweigung nach Wendsdorf schaute ich nach, ob der defekte Pfosten, den ich an die Wegmeisterei gemeldet hatte, noch daliegt und siehe da, er war nicht mehr da. Von der Anhöhe aus hatten wir einen schönen Blick nach Wendsdorf. Ich erzählte meinen Mitwanderern, dass Wendsdorf 1379 das erste Mal erwähnt wurde. Im 18 Jahrhundert gab es in Wendsdorf 9 Haushalte bestehend aus  5 Höfen,1 Halbhof,1 Mühle und 2 Häusern. Wir gingen durch das Dorf, an der Mühle vorbei wo neue Häuser gebaut waren und gegenüber grasten die Kühe. Wir wanderten auf dem Weg am Bach entlang in die Ortsmitte. Hier stand ein Hof, der hatte Kunstwerke im Garten ausgestellt die wir bewunderten und weiter zum Bushäuschen wo ein Tretroller abgestellt war. Wir diskutierten wie lange der noch da stehen wird. Die Meinungen gingen auseinander, aber wir einigten uns – in Schwabach ca. 5 Minuten und in Nürnberg ca. 2 Minuten. Nachdem die kleine Pause verstrichen war gingen wir den Wiesenweg weiter bis kurz vor Bürglein. An einer windstillen Ecke erzähle ich über den Ort Bürglein der am 19. Mai 1108 erstmals erwähnt wurde. Bürglein ist wahrscheinlich älter als Heilsbronn und Bonnhof. Einige meinten der Name kommt von einer Burg im Zusammenhang mit einem Königshof. 1268 wurde die Burg in Bürglein neben anderen Gütern an das Kloster Heilsbronn verkauft. Unser Weg führte uns durch den Ort, wo das Wasser durch mehrere Gebäude fließt. Wir wanderten einen kleinen Berg hinauf mit schönem Ausblick auf das gesamte Dorf und weiter über Wiesen und Felder, unter der Hochspanungsleitungen durch bis zum Solarfeld, dann rechts in den Ort Bonnhof. Die Gaststätte hat extra für uns aufgemacht und das Mittagessen war lecker.



Danach führte uns der Weg an einem Spielplatz vorbei in den Wald, wo uns das Markierungszeichen vom Jakobsweg begleitete. Am Waldrand vor Heilsbronn steht ein Stein mit dem Jakobszeichen und eine Tafel, aufgestellt von der Jakobusgesellschaft. Jetzt nur noch an der Straße entlang bis zum Bahnhof. „Es war eine schöne Wanderung mit teilweise Wind und Regen aber auch eine Wanderung auf Naturbelassen Wegen das wir so lieben“, sagten die Wanderer am Bahnhof.



Eure Waltraud