Im Buchenfrühling über Zant und Ossinger

Donnerstag, 17.05.2018,  Wanderführerin: Lisa Rikirsch, 16 km

Stark vertreten ist heute wieder die „Jugendgruppe“ mit Jonathan und Manuel in der Donnerstagscombo. Sie gehen gerne mit, weil sie wissen, es gibt immer etwas zu entdecken. Etwas Schwächeln dagegen bei den „Etablierten“. Ordentliche Regenschauer beim Aufstehen und die späte Rückkunft gegen 20:00 Uhr mögen die Gründe dafür sein.
Sei’s wie es ist, zu zehnt machen wir uns auf den Weg bei bestem Wanderwetter. Schon kurz nach Neukirchen, am Waldrand die ersten Highlights. Es ist Orchideenzeit. Waldvögelein, weiße und grünliche Waldhyazinthe und Salomonsiegel erwarten uns am Wegesrand. Vorbei am Schloss Neidstein, Tabernakel und Albersdorf gelangen wir nach Gaisheim, wo wir uns ein vorzügliches Mittagessen gönnen. Klar, dass wir uns in den Rucksack noch ein ordentliches Stück vom geräucherten Schinken einpacken.

Nun geht es hinauf auf die Hohe Zant. Frauenschuh in seiner ganzen Pracht säumt den Weg. Oben an der leider werktags geschlossenen Hütte, Waldanemonen in voller Blüte.
Jetzt geht es unspektakulär über Riglashof und Pruppach hinüber zum Ossinger, mit 691 m nur einen Meter höher als die „Zant“. Der Aufstieg bringt uns nochmal ordentlich zum Schwitzen. Dafür auch hier wieder Waldhyazinthen, Waldvögelein, Salmonsiegel und der unscheinbare Vogel-Nestwurz. Auch hier die Hütte geschlossen. Klar, dass wir auf jeden Fall die 107 Stufen auf den Turm hinaufsteigen um die Aussicht zu genießen. Wir haben ja Zeit, unser Bus geht erst um 18:05 Uhr. Dies reicht auch noch für eine gemütliche Einkehr in Königstein, direkt am Marktplatz. Den Jungs schmeckt die Erdbeersahnetorte der Wirtin so vorzüglich, dass diese dem Jonathan anbietet, „die letzten beiden Stücke können wir auch noch haben“, sie schenkt sie uns. Da sagen wir natürlich nicht nein. Ein Trinkgeld lassen wir aber schon dafür da.




Text und Bilder: Roland Rikirsch