Zur Teufelsmauer

Sonntag, 18.März 2018

Ausgangspunkt war der Bahnhof Pleinfeld. 18 brave Wanderer, deswegen war das Wetter so schön, fanden sich ein. Mit ein paar Schritten durchquerten wir die Altstadt und erreichten den Waldrand. Der Schnee war geschmolzen, es war nicht mehr rutschig, sondern matschig! Auf einem breiten Wanderweg, immer den Arbach entlang, hüpften wir von Grasbüschel zu Grasbüschel. Wir hielten aber immer wieder inne und genossen den Blick auf das sich in zahllosen Mäandern schlängelten Bächlein. Wir erreichten eine Brücke mit einer Wegweiser- und Warntafel. „Ab hier ist Trittsicherheit, gute Kondition und bestes Schuhwerk erforderlich!“ Na klar, das trifft auf uns zu, wir sind Wanderer vom Fränkischen Albverein Schwabach e.V.! Wir überquerten den Steg und standen mitten im Wald. Kein Weg, kein Pfad war erkennbar. Ich führte meine Wanderer durchs Unterholz zur Viereckschanze. Dieser Keltenwall ist immer noch sehr gut erkennbar und zur Information mit Geschichtstafeln gesäumt. Am Ende des Walls bogen wir auf einen schönen, fast trockenen Forstweg ab. „Ist nun Schluss mit dem Gänsemarsch?“ Von wegen, jetzt wird’s erst richtig interessant!





Die schmale Arbachschlucht – der Pfad zwei Fuß breit, der Bach teilweise vereist, links und rechts steile Sandsteinwände und knöcheltiefer Schlamm. (Das nennt man naturbelassen!) Nun verengt sich die Schlucht und wir mussten auf die andere Seite des Bachs. Hierfür lag ein leiterähnlicher Holzverhau darüber. Der Männer wagten die Überquerung und dann Waltraud. Ein Schritt, zwei Schritte – knirsch, krach und die Waltraud stand im Bach. Jeder half jeden und so kamen alle, auch Waltraud unversehrt auf die andere Seite. Der Zickzackweg, steil hoch war die nächste Herausforderung. Alle zusammen, mit Handschlag und schieben hangelten wir uns von Baum zu Baum. Oben angekommen war jeder mit einer Pause einverstanden. Das letzte schmale Wegstück, quer zu dem 15 Meter tiefen Abhang verlangte uns nochmal alle Konzentration ab. Geschafft – ganz moderat, zum Teil auf der Straße, erreichten wir unsere Schlusseinkehr in Pleinfeld. Nur 9 Kilometer weit aber oho! Ein Abenteuerweg Marke Siggi.



Euer Siggi
Bilder: H.Siggelkow