Zankelstein und Knappenberg

Donnerstag, 11.10.2018, Wanderführerin: Lisa Rikirsch, 13 km

Um es vorweg zu nehmen: Lisa Wetter hatten wir als Bedingung für diese Wanderung gebucht. Wir wurden nicht enttäuscht, Traumwetter wurde geliefert.
Mit dem 446-er Bus erreichen wir ab Hersbruck Pommelsbrunn. Das Ziel unserer Wanderführerin ist zunächst das aus dem Jahr 1486 erstmals urkundlich erwähnte Badhaus. Es war bis 1876 in Betrieb und ist ein einzigartiges Denkmal dieser Zunft im ländlichen Raum Deutschlands.
Nach der Kultur beginnt der schweißtreibende Aufstieg hinauf zum Zankelstein, mit 547 m der Hausberg Pommelsbrunns. Zunächst der traumhafte Ausblick über das Pegnitztal von der Bastei und dann der Anblick des Doppelturms des Zankelsteins mit seinem Klemmstein, eine der schönsten Felsformationen des Frankenjura.

Dieser Anstieg mit seinen herrlichen Ausblicken hat etwas Zeit gekostet. Ohne Eile, aber zielstrebig geht es nun auf der „Goldenen Straße“ hinüber nach Deinsdorf und vorbei am Fritzenwirt zu den Pingenfeldern im Wald oberhalb von Oed. Pünktlich um 13:00 Uhr nehmen wir Platz im Biergarten vom „Bayrischen Johann“ in Oed. Mitte Oktober ein voller Biergarten an einem Donnerstag, da kann man nichts verkehrt machen! Kotelett, Schnitzel, Bratwürste und Schäufele sind Spitze. Manch einer deckt sich in der hauseigenen Metzgerei noch für die nächsten Tage ein.
Jetzt geht es wieder unweigerlich bergauf. Das war vorauszusehen, wir folgen nun dem Erzweg. Oben an der Hütte am Brennberg-Skilift sorgt unsere Erna mit ihrem, mittlerweile schon berühmten „Roten Zwetschger“ dafür, dass das Magendrücken vom „Bayrischen Johann“ ein Ende hat. Ab jetzt gelten keine Ausreden mehr!



Klaglos wird die letzte große Hürde dieser Wanderung, hinauf zum Knappenberg absolviert. Kurz durchgeschnauft, es geht nur noch moderat einige Höhenmeter hinauf und dann über einen herrlichen Felsgrat hinunter nach Neukirchen.
In letzter Minute, dank der Zuverlässigkeit der Deutschen Bahn, „wenige Minuten später einzutreffen“, erreichen wir unseren Zug Richtung Heimat.
Einziger Wermutstropfen, oder als möglicher Tribut für das „großzügige Entgegenkommen“ der Bahn bei der Abfahrt, ist die Tatsache, dass bei der Ankunft im Bahnhof Schwabach plötzlich unsere Wanderführerin und der erstmals mitgewanderte Horst aus Wendelstein nicht aussteigen dürfen.



Der Schaffner, oder irgendein anderer, nicht identifizierbarer Virus der Bahn entscheiden urplötzlich im Bahnhof Schwabach: „Genug ausgestiegen, wir fahren jetzt weiter“. Die Türen werden geschlossen, acht Reisende können nicht mehr aussteigen und eine weitere Reisende darf nicht einsteigen, so geschehen im letzten Wagen. Man ist ja nicht kleinlich, von Roth nach Schwabach geht sofort der nächste „RE“ zurück nach Schwabach und so ist unsere Wanderführerin, dank Horst, der ja auch einer der Looser ist, früher zu Hause, als ich der „Bolandi“, der pflichtbewusst versucht seine bessere Hälfte in Roth am Bahnhof abzuholen. Ich bin ja schon heilfroh, dass ich dank modernster Technik im Auto unterwegs davon unterrichtet werde, den Rednitzhembacher Bahnhof nicht auch noch nach vermissten und versprengten Reisenden abklappern zu müssen.
Trotzdem, es gibt nichts Schöneres, als mit der „Donnerstagscombo“ auf Reisen zu gehen. Danke!!!




Text und Bilder: Roland Rikirsch