Pfingstwanderung

20.5.2018 Creußen – Roter Main – Kamerun – Schlehenberg – Rote Wand (Bodenmühlwand) – Bayreuth ca. 18 km; WF S.Mößner/B.Schreiner




Die Ortsgruppen Nürnberg und Schwabach wurden zur Pfingstwanderung mit Bilderbuchwetter in Creußen begrüßt. Die unsichere Wettervorhersage hielt gut 40 Wanderer nicht davon ab, sich vom Programm des FAV zum Pfingstausflug von Creußen nach Bayreuth inspirieren zu lassen. Die Wanderführer S.Mößner u. B.Schreiner freuten sich, auch einige Gastwanderer begrüßen zu dürfen. Der Bahnlinie folgend führte die Wanderung  bald bei Hagenohe zum Roten Main.
Neben dem Weißen Main ist der Rote Main einer der beiden Zuflüssen, die bei Kulmbach zusammenfließen und zum Main werden. Seinen Namen soll der Rote Main durch die lehmigen Ablagerungen, die er aus seinem Einzugsgebiet mitbringt, erhalten haben. Die rötliche Einfärbung ist allerdings nur bei Starkwasser zu sehen ansonsten fließt der Rote Main als wasserärmerer der beiden Mainzuflüsse eher gemächlich auf einer Länge von ca. 70 km zum Zusammenfluss bei Kulmbach.





Im Waldrestaurant „Kamerun“ –rastete die Gruppe. Den Namen „Kamerun“ soll das ehemalige Forsthaus u. heutige Restaurant noch aus der Zeit, als das Deutsche Reich mit der damaligen imperialistischen Politik der Großmächte England und Frankreich gleichziehen wollte, bekommen haben. Ausflügler sollen beim damaligen Forsthaus zufällig vorbeigekommen sein und ihm den Namen „Neu-Kamerun“ in Anlehnung an die aktuelle Vereinnahmung Kameruns in Afrika durch das Deutsche Reich gegeben haben. Inwieweit eine andere Variante, die hinsichtlich der Namensgebung kursiert, ihre Berechtigung hat, kann der Leser selbst entscheiden: „Kamerun“ ist einfach die Verballhornung von hier „ka(nn) mer ruhn“.

Der weitere Weg führte die Gruppe dann an der Bodenmühlwand - auch wegen ihrer charakteristischen Färbung „Rote Wand“ genannt - vorbei. Ein imposanter, geologischer Aufschluss, der in alte Gesteinsschichten blicken lässt, die über hunderte Millionen Jahre entstanden sind. Einst hatte sich das Muschelkalkmeer aus dem fränkischen Raum zurückgezogen. Die küstennahe Landschaft unterlag einem häufigen Wechsel der Einflüsse von Meer und Land. In Lagunen bildeten sich z.B.  Gips, dessen helle Lagezwischen den Sand- oder Tonschichten auffällt.
Zum Abschluss der Wanderung ging es dann in Bayreuth noch über das Richard-Wagner-Museum weiter am Opernhaus vorbei zum Bahnhof.