Kneipp-Tour an der Schwäbischen Rezat

Donnerstag  20.09.2018.  Wanderführerin Waltraud Bauer

Mühlstetten – Unterbreitenlohe – Oberbreitenlohe – Niedermauk – Röttenbach – Mühlstetten über 11km


Die Wanderer der Abteilung Wandergruppe Nürnberg im Fränkischen Albverein e.V. Bund fanden sich am Gleis 12 ein und fuhren über Schwabach, hier stieg die Wandergruppe des FAV Schwabach e.V. zu, nach Mühlstetten.
Am Bahnhof stießen noch fünf Autofahrer zu uns und so vereint hielt unsere Wanderführerin Waltraud Bauer ihre Begrüßungsrede. Wir setzten uns Richtung Unterbreitenlohe in Bewegung. Waltraud kontrollierte den Weg auf ihrem GPS, denn sie hatte diese Wanderung schon im Juni 2017 vorgewandert und auf ihrem Smartphon aufgezeichnet. Wir wanderten einen Radweg und die Straße nach Unterbreitenlohe entlang zu einem Weiher, der vom Tiefenbach gespeist wird.










Über diesen Dorfweiher führt eine selbst zu bedienende Seilfähre, die sich, an verankerten Stahlseilen durch das Wasser, bis zum anderen Ufer, bewegt. Das war allen Wanderern was Neues und sie wurde gleich untersucht. Einige meinten: „Das ist festgeschraubt, da bewegt sich nichts!“ Doch Fritz belehrte sie eines Besseren. Er stieg über die Kette und drehte den Teller in der Mitte und die Fähre bewegte sich. Einige mutige Wanderer taten es Ihm nach und mit vereinten Kräften schipperten sie zur Weihermitte und zurück. Die anderen sahen vom Ufer aus zu und machten eine Rast. Nach einer Weile rief ich zum Aufbruch und wir wanderten unseren Weg nach Oberbreitenlohe, an den Fischweihern entlang, wo die erste Kneippstation war. Ich hatte gleich festgestellt, dass diese repariert wurde. Wir pumpten das Wasser in den Schlauch und machten uns frisch.












Frisch auf zum „Gipfel – Schwarzen Berg“ mit herrlicher Aussicht, dann immer am Waldrand entlang bis zu einem Trampelpfad, die Stufen hinunter zum Tunnel, den wir durchlaufen mussten und schon waren wir bei der zweiten Kneippstation angelangt. Wir betätigten erneut die Wasserpumpe bis das Wasser herausspritzte. Herrlich – die zweite Erfrischung! Die Straße entlang bis zum Brunnen hinein in den Biergarten, der uns sehr gut bewirtete. Einige bestellten sich eine Wurstplatte, da war ein Schnaps dabei. Die Wirtin verriet uns nicht wie er heist. Wir rätselten alle: „Es ist kein Obstler kein Zwetsch‘ger aber er ist braun und nicht klar?“ Richard verschüttete vor lauter Aufregung seinen Schnaps, versuchte ihn noch zu retten, leider vergebens, er musste sich einen neuen bestellen. Unsere Regina brobierte die Hängematte aus, da sagte die Wirtin zu uns: „Vergesst sie nicht. Sie schläft bestimmt schnell ein!“. Gesagt – getan, ich rief zum Aufbruch, denn wir hatten ja erst die Hälfte der Wanderung hinter uns. Vor der Gartenwirtschaft stand ein Apfelbaum. Einige Äpfel wurden probiert und der Mann vom Reiterhof des Dorfes sammelte die abgefallenen Äpfel für die Pferde auf. Der Wanderweg ging an der Schwäbischen Rezat teilweise im Wald entlang und über die Brücke nach Niedermauk. Ein schöner schattiger Weg führte uns bis zu den Fischweihern im Röttenbach Tal. Da machten wir am Fischerhaus erneut Rast und naschten die Weintrauben sie waren sehr süß. Weiter zum Kneippbecken - oh du Schreck, da war kein Wasser drin, was ist den da los? Wir erfuhren, dass donnerstags und freitags gereinigt wird. Mit heißen Füßen wanderten die Tafeln am Bach entlang und erfuhren viel Neues über den Weg der Rezat und über die Wasserwirtschaft der Region. Zurück zu den Fischweihern und links an der Kläranlange über den Röttenbach, vorbei am Reitstall, nach Mühlstetten zum Bahnsteig. Wir verabschiedeten uns von den Autofahrern und warteten auf unseren Zug R6 der uns nach Schwabach und Nürnberg zurückbrachte. Es war ein schöner, sonniger Tag.

Eure Waltraud Bauer