Natur und Kultur rund um Heilsbronn.
Wildromantischer Kettelbachgrund

Donnerstag, 01.03.2018, 12 km,  Wanderführerin: Lisa Rikirsch

Eisige zehn Grad minus zeigt das Thermometer als wir uns am Bahnhof treffen. Im warmen Zug nach Heilsbronn stört uns das noch wenig. Nach dem Aussteigen am Bahnhof werden alle Ritzen und Schlitze in den Anoraks akribisch abgedichtet und die Mützen oder Kapuzen in die Stirn gezogen. Nach Erreichen des Waldrandes wird es dann schon merklich angenehmer. Es zieht nicht mehr so. Flotten Schrittes wandern wir den Kettelbachgrund Richtung Böllingsdorf hinunter. Florale Highlights, wie blühende Blumen oder austreibende Bäume gibt es heute leider nicht zu sehen. Die letzten Tage und Nächte mit Temperaturen bis minus 15 Grad waren der Natur der Natur nicht gerade förderlich. Da half uns an den Forellenteichen der selbstgebrannte „Rote Zwetschger“ von der Erna schon besser über die Runden. Nach dem Zweiten fingen die Ohren an zu glühen. Danke Erna, du kennst die Gesetze der Natur.
Die kurze Strecke bis zum „besten Griechen der Welt“ in Bürglein war nun schon leichter zu bewältigen.



Nachdem wir genügend kalorischen Brennstoff für die weitere Strecke in unseren Körpern gebunkert haben, machen wir uns wieder auf den Weg. Dass die Kirche, ein kultureller Punkt unserer Agenda, geschlossen ist, soll nicht weiter von Bedeutung sein. Zieht doch ein naives Kunstwerk mit „herausragenden Merkmalen“ im Garten daneben alle Aufmerksamkeit der 14-köpfigen Damenriege auf sich. Da haben wir, als dreiköpfiges Team im besten Mannesalter, leider nichts Adäquates dagegen zu halten. Der folgende, steile Anstieg, hinauf zum Funkturm Richtung Bonnhof zehrt ordentlich an den zuvor eingelagerten Kalorien. Am Bonnhofer Schloss ist die Kulturführerin in ihrem Element. Ehemaliges Schloss, Probstei und Brauerei bieten genügend spannende Informationen, um aufmerksam zuzuhören.
Auf der letzten Wegetappe zurück zum Bahnhof in Heilsbronn gibt sich auch der Winter wieder von seiner milderen Seite, die Temperaturen sind erträglich geworden.
Aus dem eigentlich geplanten Besuch des Heilbronner Münsters wird nichts, es öffnet erst wieder im April, statt wie vorgesehen im März, seine Tore.






Text und Bilder: Roland Rikirsch