Wanderung im Altmühltal

Donnerstag 12.04.2018, 14 km
Wanderführerin: Silvia Frey + 14 Wanderer

Der Titel allein steht schon für ein grandioses Wandererlebnis, bietet doch das Altmühltal zu jeder Jahreszeit eine unserer schönsten Landschaften, die man sich zum Wandern wünschen kann. Wenn dann noch, wie heute, die Sonne scheint, und die ersten warmen Tage des Jahres die Natur förmlich explodieren lassen, dann kann der Tag nur ein Erfolg werden.
Unsere Wanderführerin Silvia steht für eine stressfreie Wanderung, wo keiner hinterher hetzen muss und an den bevorstehenden, knackigen Steigungen die Erholung nicht zu kurz kommt. Ordnet sie doch, wenn der Atem kurz wird, kategorisch eine „Trinkpause“ an.
Den Anorak packen wir schon am Bauer Keller in Greding in den Rucksack, denn der Anstieg hinauf auf den Pfaffenberg bringt uns gleich am Anfang auf Temperatur. Bereits hier, im noch lichten Buchenwald leuchten die Buschwindröschen in riesigen Teppichen durch die braunen Flächen des Herbstlaubes. Dazwischen, locker eingestreut, die Leberblümchen in den unterschiedlichsten Blautönen, je nachdem wie nahe sie der Sonne stehen.





Bequem geht es nun, vorbei an einigen Bildstöcken, hinunter nach Heimbach. Hinter der Kirche der nächste Anstieg. Etwas moderater als zuvor zieht sich der Weg den Hang hinauf zum Euerwanger Bühl. Der Ausblick nach Euerwang ist großartig und die ersten Küchenschellen strecken ihre Kelche der Sonne entgegen.
Ohne weitere Mühen wandern wir nun über die Hochfläche hinüber gen Enkering. Es ist müßig, zu erwähnen, dass die Wälder rechts und links des Weges mit Blumenteppichen geradezu übersät sind. Sogar der eigentlich frühere und rare Seidelbast gibt uns um diese Zeit noch die Ehre.
Der kurze Abstecher hinauf zur Ruine der Rumburg lohnt sich, hat man von hier doch eine überwältigende Aussicht über das Anlautertal.
Die späte Einkehr im Hotel „Zum Bräu“ haben wir uns verdient.
Gut gestärkt folgt sogleich der letzte Anstieg hinauf zur Kohlplatte. Der Hang ist übersät mit Küchenschellen und oben heben wir den Blick zum Kruzifix in einer Baumgruppe und danken, dass wir es jetzt geschafft haben. Es geht nur noch kurz bergab zu den vorher hier geparkten Autos am Bahnhof in Kinding.




Text und Bilder: Roland Rikirsch