Wanderung im Naturpark Frankenhöhe

Donnerstag 23.08.2018, Wanderführerin: Lisa Rikirsch, 12 km

Auto- und Zugfahrer treffen sich am Bahnhof Wildbad in Burgbernheim. Wir sind jetzt 15 Wanderer. Steil geht es bereits vom Bahnhof weg über zwei Obstwiesen und durch schattigen Laubwald hinauf zum Skihang. Ein beim letzten Gewittersturm abgebrochener Zwetschgenbaum erleichtert uns die Ernte.
Großes Erstaunen am Himmelfahrtsberg, weil am „Eisernen Kreuz“ kein eisernes Kreuz steht. Ein Naturdenkmal aus 64 Eichen, gesäumt von einer Hainbuchenhecke, in Form der ehemaligen Kriegsauszeichnung „Eisernes Kreuz“ wurde hier 1923/24 als Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges weithin sichtbar am Hang angelegt.





Vorbei an der Rolandseiche geht es hinunter zu den Biberdämmen am Tiefenbach. Unsere Mittagsrast legen wir in der Einöde Wildbad ein, wo wir mit vorzüglichem Essen verwöhnt werden.
Die hier befindlichen Heilquellen (Doktor-, Musketier-, Augen-, Bad- und Kochbrunnen) waren wohl schon zu Zeiten von Kaiser Lothar (1125–1135) und Kaiser Karl IV. bekannt. 1487 wurde das erste Haus in Wildbad erbaut und hundert Jahre später erweitert. Die Gebäude wurden im Dreißigjährigen Krieg stark beschädigt.
Nachdem 1714/18 durch Markgraf Georg Wilhelm das Kurhaus gegenüber dem durch einen Verbindungsgang verbundenen Gasthaus (1621) neu angelegt wurde, erlebte das Bad seine Blütezeit.
Das im Zweiten Weltkrieg ausgebrannte Wildbad wurde von 1950 bis 1968 als Kneippbad betrieben. Seit 1980 wird es als Hotel und Waldgasthof bewirtschaftet

Wir gehen weiter, hinauf zum Markgrafenschloss mit der Hirschwiese und auf dem Wasserscheideweg zum Quellgebiet der Altmühl und an den Hirschteich. Ursprüngliche, lichtdurchflutete Wälder und prächtige Alleen begleiten uns über den Waldlehrpfad zum Teufelshäuschen. Schade, dass der Langskeller donnerstags nicht geöffnet hat, ein frisch gezapftes, kühles Bier hätte zum Abschluss unserem Körper so gut getan.




Text und Bilder: Roland Rikirsch